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19 Jan 2021
Trash

Bundesnetzagentur stoppt Verkauf von unsicheren Geräten

Die Bun­des­netz­agen­tur in Bonn hat im ver­gan­ge­nen Jahr im Online-​Handel den Ver­kauf von mehr als 2.100 ver­schie­de­nen Pro­duk­ten gestoppt.

Vor allem über das Inter­net kom­men immer mehr unsi­chere Arti­kel auf den deut­schen Markt. Waren es im vor­letz­ten Jahr noch gut 1.000 unter­schied­li­che Pro­dukte, die die Bun­des­netz­agen­tur auf Online-​Plattformen sper­ren ließ, so hat sich die Zahl im ver­gan­ge­nen Jahr inzwi­schen mehr als verdoppelt.

Teils schwer­wie­gende Verstöße

Wäh­rend häu­fig zum Bei­spiel ein­fach nur vor­ge­schrie­bene deut­sche Bedie­nungs­an­lei­tun­gen und Kenn­zeich­nun­gen feh­len, geht es immer wie­der auch um schwe­rer wie­gende Ver­stöße: Geräte, deren elek­tro­ma­gne­ti­sche Strah­lung deut­lich stär­ker ist als in der EU erlaubt; oder Funk­fern­be­die­nun­gen für Gara­gen­tore, die aber unter ande­rem den Poli­zei­funk stö­ren kön­nen, weil sie auf fal­schen Fre­quen­zen arbei­ten. In einem ande­ren Fall ging es um Funk­steck­do­sen, die in Brand gera­ten können.

Stück­zahl von 21 Millionen

Ins­ge­samt geht es bei den Pro­duk­ten um eine Stück­zahl von mehr als 21 Mil­lio­nen, die nicht mehr ver­kauft wer­den durf­ten, dar­un­ter allein sie­ben Mil­lio­nen Babyphones.

Wei­ter­gabe von ver­däch­ti­gen Waren­sen­dun­gen durch Zoll

Dazu kom­men die Mel­dun­gen des Zolls. Der hat im ver­gan­ge­nen Jahr rund 8.800 ver­däch­tige Waren­sen­dun­gen aus Nicht-​EU-​Staaten an die Bun­des­netz­agen­tur wei­ter­ge­ge­ben. Rund 95 Pro­zent der Pro­dukte waren nicht für den deut­schen Markt zugelassen.

Um bei der Sicher­heit der Geräte nichts falsch zu machen, soll­ten Käu­fer zumin­dest auf das CE-​Kennzeichen und eine deut­sche Bedie­nungs­an­lei­tung ach­ten, emp­fiehlt die Netzagentur.

Quelle: WDR, Jörg Sauer­wein, 19.01.2021

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